Key Points
Algerien startet Bau des 1.210-Kilometer-Abschnitts der Transsahara-Pipeline am 4. Juni 2026.
Pipeline soll 30 Milliarden Kubikmeter Erdgas jährlich nach Europa liefern.
Gesamtprojekt kostet etwa 13 Milliarden US-Dollar über 4.128 Kilometer.
Projekt reduziert Europas Abhängigkeit von russischem Erdgas nach Ukraine-Krieg.
Algerien hat am 4. Juni 2026 die Grundsteinlegung für seinen Abschnitt der Transsahara-Gaspipeline vollzogen. Das Mega-Projekt soll jährlich bis zu 30 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus Nigeria über Niger und Algerien nach Europa transportieren. Mit geschätzten Kosten von 13 Milliarden US-Dollar ist dies eines der größten Energieprojekte Afrikas und ein Schlüsselstein für Europas Energiesicherheit nach dem Ukraine-Krieg.
Algerien beginnt mit ersten Bauarbeiten
Bei einer Zeremonie in Aoulef, einer Stadt in der südwestalgerischen Provinz Adrar, wurden am 4. Juni 2026 die ersten Schweißarbeiten an der Pipeline eingeweiht. Algeriens Energieminister Mohamed Arkab sowie Vertreter aus Nigeria und Niger waren anwesend. Der algerische Abschnitt erstreckt sich über 1.210 Kilometer von der Grenze mit Niger bis nach Aoulef und wird an das bestehende Gasnetz des Landes angeschlossen.
Das Projekt wurde bereits in den 1970er-Jahren geplant, wurde aber über Jahrzehnte durch Finanzierungsprobleme und Sicherheitsbedenken verzögert. Die Gesamtpipeline wird sich über rund 4.128 Kilometer durch Nigeria, Niger und Algerien erstrecken.
Europas Suche nach Alternativen zu russischem Gas
Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 bemüht sich die Europäische Union, ihre Abhängigkeit von russischen Energielieferungen zu verringern. Die Transsahara-Pipeline gewinnt damit an strategischer Bedeutung. Jüngste Spannungen im Nahen Osten und Störungen im Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus haben die Diskussion über alternative Lieferwege neu belebt.
Das Gas wird vom Feld Hassi R’Mel, dem größten Erdgasvorkommen Afrikas, nach Europa transportiert. Experten warnen jedoch, dass selbst ein Friedensabkommen im Iran-Konflikt die Energiepreise nicht schnell normalisieren könnte.
Algerien setzt Druck auf Marokko um
Mit dem Start der Bauarbeiten schafft Algerien erstmals sichtbare Fakten auf eigenem Staatsgebiet. Das marokkanische Gegenprojekt entlang der Atlantikküste gerät damit unter stärkeren Erwartungsdruck. Nigeria unterstützt weiterhin beide Vorhaben parallel, was die Konkurrenz zwischen den beiden Routen verstärkt.
Die algerische Regierung hat die Machbarkeitsstudie des britischen Ingenieurbüros Penspen genehmigt und beschlossen, weitere Umsetzungsschritte einzuleiten. Konkrete Fortschritte sind bislang nur auf algerischem Staatsgebiet sichtbar, während Niger und Nigeria noch vor allem politische Absichtserklärungen haben.
Final Thoughts
Algerien hat den Bau der Transsahara-Pipeline gestartet und setzt damit ein Signal für Europas Energiesicherheit. Das Projekt könnte bis zu 30 Milliarden Kubikmeter Erdgas jährlich liefern und die EU von russischen Quellen unabhängiger machen.
FAQs
Die Pipeline soll bis zu 30 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr von Nigeria über Niger und Algerien nach Europa transportieren.
Der algerische Abschnitt erstreckt sich über rund 1.210 Kilometer von der Grenze mit Niger bis nach Aoulef.
Das Projekt kostet etwa 13 Milliarden US-Dollar und hat eine Gesamtlänge von rund 4.128 Kilometern.
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Huzaifa Zahoor
Co FounderHuzaifa Zahoor is the engineer who built Meyka. He has spent years writing Python, training AI models, and building data pipelines specifically for financial markets. His technical articles have reached over 30,000 readers on Medium, so he knows how to make complex things easy to follow. If this article touches on how the tools work, he is the person who actually built them.
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