Key Points
EnBW fordert Senkung der Offshore-Windkraft-Ziele von 70 auf 55 GW bis 2045.
Windkraft-Kosten sind in 15 Jahren um über 50 Prozent gestiegen.
Aktuelle Kapazität liegt bei 10,2 GW, Regierungsziel 2030 sind 30 GW.
EnBW betreibt vier Windparks und baut He Dreiht mit 960 Megawatt auf.
EnBW verlangt eine Korrektur der deutschen Energiewende-Ziele. Vorstandschef Georg Stamatelopoulos fordert, die Offshore-Windkraft-Kapazität bis 2045 auf 55 statt 70 Gigawatt zu begrenzen. Grund sind Kostensteigerungen von 30 bis 40 Prozent in fünf Jahren und über 50 Prozent über 15 Jahre. Die Branche befinde sich in einer “dramatisch verschlechterten” Situation, sagte Stamatelopoulos der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 8. Juli.
Warum die Kosten explodiert sind
Windturbinen, Logistik und Kabel sind deutlich teurer geworden. Im Fünf-Jahres-Vergleich liegt die Kostensteigerung bei 30 bis 40 Prozent, über 15 Jahre bei mehr als 50 Prozent. Diese Preissteigerungen machen es schwierig, neue Projekte zu finanzieren und wirtschaftlich zu betreiben.
Regierungsziele und EnBWs Gegenvorschlag
Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Offshore-Windkraft-Kapazität bis 2030 auf mindestens 30 Gigawatt und bis 2045 auf 70 Gigawatt auszubauen. Derzeit liegt die Gesamtleistung bei 10,2 Gigawatt, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie im April mitteilte. Stamatelopoulos schlägt vor, erst 55 Gigawatt auszubauen und dann zu überprüfen, ob weitere Ziele sinnvoll sind.
EnBWs aktuelle Offshore-Projekte
EnBW betreibt derzeit vier Offshore-Windparks: Baltic I, Baltic II, Hohe See und Albatros. Im Spätsommer kommt der Park He Dreiht mit rund 960 Megawatt hinzu. Von den 64 geplanten Turbinen sind bereits 55 installiert und etwa 30 davon in Betrieb. Der Konzern gehört zu den wichtigsten Energieversorgern Baden-Württembergs.
Stamatelopoulos verteidigt Bundesregierung, kritisiert Kommunikation
Der EnBW-Chef unterstützt grundsätzlich den Kurs von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). Die Energiewende sei ein Langzeitprojekt, und “das, was vor 20 Jahren richtig war, muss nicht unbedingt jetzt auch noch richtig sein”, sagte er. Allerdings verkaufe Reiche ihre Politik “mitunter kommunikativ schlecht”. Er begrüßt Initiativen wie das Netzanschlusspaket, lehnt aber den geplanten Redispatchvorbehalt ab, der Erzeuger von erneuerbaren Energien bei Netzüberlastung zehn Jahre lang entschädigen würde.
Final Thoughts
EnBW fordert eine Neubewertung der Offshore-Windkraft-Ziele. Mit Kostensteigerungen von über 50% in 15 Jahren ist das 70-GW-Ziel bis 2045 wirtschaftlich fragwürdig geworden. Die Forderung könnte die deutsche Energiewende verlangsamen, wenn die Bundesregierung nicht reagiert.
FAQs
Windturbinen, Logistik und Kabel sind über 15 Jahre um mehr als 50 Prozent teurer geworden. Das macht neue Projekte wirtschaftlich unrentabel und schwer zu finanzieren.
EnBW schlägt vor, erst 55 Gigawatt bis 2045 auszubauen und dann zu überprüfen, ob weitere Ziele sinnvoll sind.
Die Gesamtleistung liegt bei 10,2 Gigawatt. Die Bundesregierung will bis 2030 mindestens 30 GW und bis 2045 70 GW erreichen.
EnBW ist ein wichtiger Energieversorger Baden-Württembergs. Das Unternehmen betreibt vier Offshore-Windparks und baut derzeit He Dreiht mit 960 Megawatt auf.
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About Author

Danny Kontos
Co FounderDanny Kontos has been a stock investor since 2007 and co-founded Meyka in 2023. He keeps a small, focused portfolio and only moves when the numbers are hard to argue with. He has waited years on a single position before. Before Meyka, he ran a web hosting company and a mortgage lending platform, so he knows what a well-run business actually looks like under the hood. This article did not come from a news cycle. It came from someone who has been watching this space for a long time.
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